Bindungsstörungen

Bindungsstörungen gehen häufig mit einem sehr hohen Leidensdruck einher. Sowohl für die betroffenen Bindungsgestörten als auch für deren Partner oder „Würde-gern-Partner“. Typisch ist, dass Betroffene den Vorwurf bindungsängstlich zu sein, meist weit von sich weisen. Der erste und wichtigste Schritt ist jedoch, sich einzugestehen, dass man Bindungsangst hat und anerkennt, dass es sich dabei um eine echte Angst handelt. Nur durch das Erkennen und Verstehen dieser Ängste können Betroffene etwas an ihrem eigenen Verhalten ändern. Hinter der Beziehungsangst stehen oft festgefahrene Grundannahmen und diverse unbewusste Ängste, die dafür sorgen, dass keine echte Nähe entstehen kann und jede Beziehung zerbricht oder garnicht erst entsteht. Zum Beispiel die Angst davor, von der Liebe eines anderen abhängig zu sein, mit einer Beziehung zu viel von sich selbst aufgeben zu müssen oder auch die Angst davor nicht zu genügen, abgelehnt zu werden oder irgendwann wieder verlassen zu werden, sind nur ein paar Beispiele.

Viele Bindungsgestörte erliegen einem regelrechten „Fluchtreflex“ wenn es sich nach „für immer“ anfühlt. Deswegen suchen sie sich häufig unbewusst Partner aus, bei denen von Anfang an das Risiko für eine feste Beziehung eher gering ist oder die nötige Distanz zum Partner bereits „schicksalhaft“ vorhanden ist (z.B. bei Fernbeziehungen, flüchtigen Affären oder Beziehungen zu Personen die bereits in einer Partnerschaft oder Ehe fest gebunden sind).

Diese Art von Beziehungen sind meist schon von vornherein begrenzt, so dass oftmals keine Strategien zur Distanzierung erforderlich sind.
Mit meiner Arbeit möchte ich Sie dabei unterstützen, Ihre Bindungsangst zu akzeptieren und die zugrundeliegenden Ursachen und damit auch den Therapieansatz herauszufinden. Dazu kommt, dass viele Betroffene einen sehr schlechten Zugang zu ihren Gefühlen haben. Sie haben oft jahrelang unbewusst viel Kraft und Energie darauf verwendet, Gefühle wie Trauer, Angst und Wut durch ständige Aktivität und Ablenkung zu verdängen. Unterdrückte Gefühle können auf Dauer krank machen und sich zum Teil auch in anderen körperlichen Symptomen zeigen.

Mit individuellen Interventionen möchte ich Sie dabei unterstützen, wieder einen angemessenen Zugang zu Ihren Emotionen zu erlernen und somit eine wichtige Grundlage zu bilden, Ihre Beziehungsangst erfolgreich zu bewältigen.
Selbstverständlich biete ich auch Beratung für die Partner oder „Würde-gern-Partner“ von Bindungsängstlichen an, die sich durch diese emotionale Achterbahnfahrt oft sehr hilflos, abhängig oder ohnmächtig fühlen.
Ich zeige auf, welche typischen Reaktionen Ihr Verhalten bei einem beziehungsängstlichen Partner auslösen und wie Sie einen Weg aus diesem emotionalen Kontrollverlust finden.